Der Bundeshaushalt für 2027 sieht 100 Milliarden Mehrausgaben für Verteidigung vor. Wie schön, dass der Staat so viel Geld ausgibt, um mich vor Unbill zu bewahren.
Aber wie wird denn heute Krieg geführt? In der Ukraine kann man das seit Jahren verfolgen: Der Feind bombardiert die Kraftwerke, also die zentralen Einrichtungen der Infrastruktur. Und wie kann man sich davor schützen?
Am einfachsten, indem man dafür sorgt, dass die Energieversorgung gar nicht auf zentrale Einrichtungen angewiesen ist, indem man für eine dezentrale Energieversorgung sorgt, per Photovoltaik.
Und ist bei den 100 Milliarden Euro für die Verteidigung eine Förderung von Photovoltaik vorgesehen? Ein Programm von der Art „Photovoltaik auf 10 Millionen Dächer“ oder „Nehmt den Raketen die Ziele weg“? Soweit ich weiß, ist das Gegenteil geplant: Gas und Öl sollen noch auf Jahrzehnte gekauft werden.
Aber wer Gaskraftwerke und Raffinerien baut, baut lohnenswerte Angriffsziele. Fotos von brennenden Raffinerien, über denen sich monströse schwarzen Rauchwolken bilden, gab es in der jüngsten Zeit mehr als genug zu sehen.
Ich sitze hier in Karlsruhe. Ein paar Kilometer weiter westlich liegt direkt am Rhein ein große Erdölraffinerie, die sicherlich ein ausgezeichnetes Angriffsziel darstellt. Das Balkonkraftwerk am Haus gegenüber wird hingegen kaum in das Visier eines Angreifers geraten.
Wenn der Staat viel Geld dafür ausgibt, um mich vor drohenden Gefahren zu schützen, dann begrüße ich das prinzipiell, denn ich will ja in Ruhe und Frieden leben können. Aber dann möge er das Geld bitte auch vernünftig ausgeben und mich in geeigneter Weise vor realen Gefahren schützen, zum Beispiel vor dem Klimawandel und nicht nur vor den Russen.
Wer Photovoltaik fördert, stärkt die Resilienz.




